Audiobotschaft #1

21. Oktober 2009 - 8 Responses

Da mich mein Mikrofon neulich so sonderbar angesehen hatte, habe ich mir vorhin mal die Arbeit gemacht und ein kurzes Lebenszeichen meiner Stimme aufgenommen, die ehrlich gesagt überhaupt nicht mehr sprechen kann – aber was soll’s. Und nicht wundern: Die Audiobotschaft beginnt erst nach ein paar Sekunden. Gewisse Software von Microsoft ist schuld daran!

In nächster Zeit werden eventuell immer mal wieder so kurze Botschaften entstehen, zumindest solange bis die Technik mir wieder mehr erlaubt. Das zieht sich allerdings noch eine gewisse Weile hin und aus diesem Grund müsst ihr euch mit nervigen Einbindungen über YouTube zufrieden geben, da es mir leider nicht möglich ist, die Datei über einen Audioplayer einzubinden. Mein WordPress ist halt nicht so luxuriös…

Ansonsten gibt’s nicht zu berichten. Ich melde mich später dann in bekannter Textform wieder. Und ja, Podcast kommt wirklich wieder. Habe ich ja eben angekündigt.

Sonne tanken

19. Oktober 2009 - 4 Responses

Wie gut, dass es sich der Herbst jetzt, nach anfänglichen Startschwierigkeiten, richtig schön gemütlich in Deutschland gemacht hat und uns mit ganz tollen eisigen Temperaturen und Sonne (!!!) glücklich macht. Und was bedeutet das? Genau: Schal, Handschuhe und Mütze ausgepackt, angezogen und dann ab in die Natur! Bunte Blätter sammeln, Quatschtiere aus Kastanien und Streichhölzern basteln, unsichtbare Rehe beobachten und – ganz wichtig – die letzten warmen Sonnenstrahlen in die Schatztruhe im Herzchen packen und im Winter dann die Sonne im Herzen freilassen! Nicht, dass sich da noch Regenwolken ins Herz verirren…

Morgen geht’s raus.

Stock #1

18. Oktober 2009 - 5 Responses

1.) Warum bloggst du?
Ich blogge, weil ich zu oft den richtigen Worten fehle und nichts zu sagen weiß. Beim Schreiben ist das anders. Ich kann immer schreiben. Ich liebe es einfach, mit den Worten zu spielen und mein Ding daraus zu machen, ganz egal was der Rest der Welt davon halten mag. Das bin ich. Außerdem ist das Bloggen für mich eine Art Spiegel. Dieser Spiegel hilft mir, mein eigenes Leben besser zu verstehen, mich besser kennenzulernen und anderen Menschen einen ganz kleinen Teil von mir zu zeigen, sie an meinem Leben teilnehmen lassen, Input und Feedback bekommen. Und das ist doch einfach wunderschön…

2.) Seit wann bloggst du?
Ich blogge seit Februar 2006. Der Rest bleibt Geschichte.

3.) Schreibe ein Selbstportrait.
Kind. 19 Jahre alt. Idealist. Lebt lieber in Tagträumen. Schreibt mit bunter Tinte. Trägt sein Herz auf der Zunge. Kann auch Monster sein. Musik ist alles.

4.) Warum lesen deine Leser dein Blog?
Ich weiß es nicht. Ich habe viele stille Leser. Eigentlich gefällt mir das nicht, weil ich wirklich gerne wüsste, wer da auf der anderen Seite sitzt, was er denkt und was er mir zu sagen hat. Doch sollte Schweigen seine Form der Antwort sein, dann ist das okay.

5.) Welche war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf dein Blog kam?
»Bisher kamen keine Besucher von Suchmaschinen«, flüstert mir die Statistik ins Ohr. Wie traurig.

6.) Welcher deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Jeder Blogeintrag bekommt so viel Aufmerksamkeit, wie er es verdient hat. Ich lege doch nicht vorher fest, dass dieser Eintrag so toll ist, dass er jetzt 2000 Kommentare und 50.000 Aufrufe bekommen muss…

7.) Dein aktuelles Lieblingsblog?
Mein aktuelles Lieblingsblog ist das Blog vom Nik. Es ist immer noch eines der schönsten Blogs, die ich in den drei Jahren gefunden habe. Ein Silberstreifen am Horizont.

8.) Welches Blog hast du zuletzt gelesen?
Ich schaue nicht wirklich regelmäßig nach neuen Einträgen, weil ich rein aus Bedürfnis lese und mir selbst einteile, wann ich ein Blog besuchen möchte. Aber vorhin habe ich kurz das Blog vom flipp besucht, weil es da einen neuen Eintrag gab und seine Einträge immer recht kurzweilig und trotzdem schön sind. Hihi.

9.) Wie viele Feeds hast du gerade im Moment abonniert?
Ich benutze keinen Feedreader.

10.) An welche vier Blogs wirfst du das Stöckchen weiter und warum?
Das ist mir zu blöd. Soll es doch jeder fangen, der ein bisschen was über sich erzählen mag.

Wunschtraum

17. Oktober 2009 - One Response

Meine beste Freundin holt mich morgens ab. Wir fahren gemeinsam mit dem Rad zur Schule. Ein Auto fährt an uns vorbei, es zieht ein Nashorn hinter sich her. Sie nimmt meine Hand. Wir fahren Hand in Hand die Straße entlang. Das Nashorn wohnt jetzt auf der Wiese hinter dem Haus der Nachbarn, wo sonst nur Schafe wohnen. Bescheuert. Wir lachen uns an und fahren einfach weiter die Straße entlang. Rechts von uns eine Gruppe Paviane und in weiter Ferne sitzt eine riesige Gorilladame mit großen Brüsten auf einem grauen Stein, umringt von winzigen Elefanten und Menschen mit Zebraköpfen. Egal. Weiter. Die Straße wird unnormal lang. Wir fahren immer schneller. Und schneller. Und schneller. Wir rasen. Großaufnahme meiner besten Freundin. Sie lächelt, grinst. Sie ist überglücklich, dass wir befreundet sind. Beste Freunde für immer und – wie bitte?! Alles zieht an mir vorbei. Bekannte Gesichter. Der ganze Tag. Der Himmel färbt sich rot. Abendrot. Sonnenuntergang. Ich halte ihre Hand immer noch fest. Ich sehe zwei Menschen. Sie fahren der Sonne entgegen. Mit dem Rad. Hand in Hand.

Ich bin es nicht.

Ach Mutter…

16. Oktober 2009 - 5 Responses

Und dann ist da ja noch meine Mutter, eine impulsive, naive, viel zu besorgte und mütterliche Frau, die zwar immer versucht ihre Mutterrolle zu unterdrücken, aber trotzdem Mutter mit viel zu viel Herzblut für die Sache ist. Ich glaube, dass meine Mutter versucht nicht ihrer eigenen Mutter zu gleichen, aber tut mir leid: Versuch gescheitert. Denn sie ist genauso wie meine Oma, ihr fehlen nur noch die weißen Haare.
Es ist so amüsant, wie sie sich immer über ihre eigene Mutter zusammen mit ihrem Bruder, meinem Patenonkel, am Telefon aufregt und ich nur leise denke: »Du bemutterst mich doch auch so. Hier ist es nicht anders und wird es auch nie sein. Es wird immer so bleiben.«

Mittlerweile scheint sie selbst Oma werden zu wollen. Für einen Menschen wie mich, dessen Kinder vermutlich genauso eingehen würden wie die ach so pflegeleichten Grasbüschel von IKEA, natürlich absolut unverständlich. Aber hey, die Mutter will jetzt ‘ne Schwiegertochter und Enkelkinder, denen sie dann auch bei jedem Besuch ein Kotelett in den Mund schieben kann, obwohl die Monster noch gar keine Zähne haben.
Demnächst klopft dann auch schon diese Moderatorin eines erfolgreichen Fernsehformats an die gemeinsame Haustür und bringt mir bei einer Tasse Kamillentee und einen Stück vom trockenen Marmorkuchen meine Liebespost. Ich werde mich natürlich für eine viel zu hübsche junge Dame mit großer Oberweite entscheiden und außerdem mein weibliches Versager-Pendant einladen, für die Quote versteht sich und nicht weil sie mir so tolle Gedichte aus dem Internet in den Brief gemalt hat. Oh ja, jeden Sonntag würde sich ganz Deutschland auf den verschwiegenen Vollidioten Philipp freuen…

Ach Mutter, wie gerne würde ich dir eine Schwiegertochter mit nach Hause bringen und sonntags mit meinen sieben nervigen Monstern zum Mittagessen vorbeikommen – leider wird es immer deine Utopie bleiben.